Unser aller Brunnen

soll ein Brunnen sein!

Erinnern wir uns, wie der Märkische Brunnen auf dem Datheplatz heisst: B r u n n e n. Wenn eine Rekonstruktion abgelehnt wird, müssten wir ihn umbenennen, vielleicht in "Graffiti-Stelen Lichtenberg". Und ein weiterer Geisteswitz liegt darin, dass der Bezirk Lichtenberg auf seiner Kulturkarte eine Brunnen-Tour "Fliessende Kunst" anbietet, bei der auch der seit Jahren staubtrockene Märkische Brunnen genannt ist. Schauen Sie mal hier.

Und wie schreibt der Bezirk Lichtenberg selbst dazu: "Kunstobjekte, bei denen der Künstler Wasser als dynamischen Bestandteil der Gestaltung nutzen kann, faszinieren Kunstschaffende wie Betrachter gleichermaßen".




 Unvergessenes Denkmal

Vielen, die einst in die Neubauten von Friedrichsfelde einzogen, ist der Märkische Brunnen noch in schöner Erinnerung.

Märkischer Brunnen, Bundesarchiv
Dass dies trotz der vielen Jahre Brunnen-Zerstörung unvergessen ist, zeigt die Entstehung unserer Bürgerinitiative. Im Oktober 2024 haben wir dem Bezirksbürgermeister persönlich auf dem Datheplatz ein paar bebilderte Seiten mit wichtigen Fragen überreicht. Titel "Verwahrloste Kunst in Lichtenberg".

Hier einige Links zu Bildern und zur Preisträgerin, die den Märkischen Brunnen schuf. Die Künstlerin bekam fast zeitgleich zur Initiative auch im Oktober 2024 Kontakt zum Bezirksamt Lichtenberg, Kommission Kunst am Bau - der auch wieder versiegte.

Fotos Wikimedia commons
Fotos Flickr, Lars Simon
Foto, noch vor Kaiser's
Die Künstlerin Christiane Wartenberg
Preisverleihung an Christiane Wartenberg (Youtube-Video)


 Kein Geld? Kein Konzept?

Anfangs schienen wir, d.h. auch die Künstlerin, beim Bezirk Lichtenberg offene Ohren zu finden. Doch die Resonanz hielt sich in Grenzen.
Lediglich die Kommission Kunst am Bau forderte Christiane Wartenberg zu "Transformations-Vorstellungen" auf, um diese später wegen Engpässen beim Grünflächenamt wieder abzulehnen. Und man versprach im Mai 2025 mit dem Marktbetreiber zu reden - das war Ende April 2026 noch nicht erfolgt.

Dabei haben wir als Initiative eine Menge nützlicher Argumente und mehrere Seiten Konzeptbausteine für eine Wiederauferstehung des Märkischen Brunnens geliefert. Unter anderem:
• Wir haben darauf hingewiesen, dass der Bezirk Lichtenberg keineswegs alles selbst finanzieren müsste. Dazu haben wir eine Beschreibung geliefert, mit welchen Stellen und teilweise Sondermitteln Tempelhof-Schöneberg einen Brunnen saniert hat.
• Dass die Stadt Magdeburg alle ihre Brunnen über Sponsoren betreibt.
• Dass sich am wiederbelebten Brunnen eine Schautafel (ähnlich wie beim Märchenbrunnen) aufstellen ließe, in welcher neben der Brunnen-Geschichte auch Sponsoren genannt werden.
• Dass als einer dieser Sponsoren evtl. auch ein Bauchemie-Hersteller für Anti-Graffiti-Lack denkbar wäre.
• Oder dass Christiane Wartenberg die Kunsthochschule Berlin-Weißensee fragen könnte, ob Studierende mit ihr gemeinsam künstlerische Teile des Brunnen-Denkmals restaurieren.
...sowie einige Gedanken mehr.

Und als wir die rbb Abendschau aufmerksam machten, hieß es sogar im Beitrag, die Lichtenberger Kommission Kunst am Bau habe für Fälle wie diesen jährlich 50.000 Euro parat. Wäre doch ein guter Anfang. Diesen Beitrag aus der rbb Abendschau vom August 2025 könnten Sie hier runterladen (97,5 MB).


 Was ist zu tun?

• Den Märkischen Brunnen als künstlerisches Denkmal endlich unter Denkmalschutz stellen! Auch als Ruine.
• Die Politik sollte sich endlich mit der Künstlerin und der Initiative zum Gespräch treffen, wie seit Monaten gefordert.
• Die Marktleitung anzusprechen ist längst überfällig.
• Ein bauliches und ein künstlerisches Rohkonzept erstellen, auf dessen Basis Vorgespräche mit anderen Behörden zur Beteiligung, denkbaren Sponsoren, der Kunsthochschule Weißensee usw. geführt werden können.
• Funktionsprüfung der noch vorhandenen Leitungen und Armaturen durch die Berliner Wasserbetriebe.
• Sofortige Rücklagen bilden, u.a. aus für 2026 noch vorhandenen 30.000 Euro (Kunst am Bau Lichtenberg).
• und weiteres...

Unsere Initiative ist gerne auch zur Mitwirkung bereit, speziell bei den Themen Konzept-Erstellung und Sponsoring.

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